Customer-Relationship-Management

Customer-Relationship-Management ist in aller Munde. Laut des IT-Marktforschungsunternehmens Gartner war es 2017 das am schnellsten wachsende Software-Segment weltweit. Eine kundenorientierte Unternehmensstrategie ist in vielen Märkten eine unabdingbare Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum.

Gleichzeitig ist das, was mit Customer Relationship Management gemeint ist, häufig unklar. Welche Funktionen zu einem CRM-System gehören und wie die einzelnen Geschäftsbereiche es für ihre Prozesse nutzen können, variiert zudem von Anbieter zu Anbieter.

Zeit für einen Überblick.

1. Kurze Zusammenfassung für eilige Leser

Unter Customer-Relationship-Management (CRM) versteht man einen ganzheitlichen Ansatz, um Unternehmensprozesse systematisch an Kunden und ihren Bedürfnissen auszurichten. Das Ziel ist es, dadurch neue Kunden zu gewinnen, bestehende Kunden ans Unternehmen zu binden und Kundenbeziehungen profitabel zu gestalten. Die Wahl des richtigen CRM-Systems hat einen entscheidenden Anteil an der erfolgreichen Umsetzung.

  • Customer-Relationship-Management (CRM) ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder kundenorientierten Unternehmensstrategie.
  • CRM ist ein ganzheitlicher Ansatz, um Unternehmensprozesse systematisch am Kunden auszurichten und langfristige, profitable Kundenbeziehungen aufzubauen.
  • Gerade in gesättigten Märkten ist CRM wichtig, um sich vom Wettbewerb abzugrenzen.
  • Jede CRM-Strategie braucht eine CRM-Software, um sie umzusetzen.
  • Der Kern jedes CRM-Systems ist die Datenbank, in der kundenbezogene Daten gesammelt werden.
  • CRM-Lösungen kommen in Marketing, Vertrieb und Kundenservice zum Einsatz und dienen dort zum Beispiel dem Pipeline-Management, der Zielgruppenanalyse oder dem Beschwerde-Management.
  • Üblicherweise besteht CRM aus vier Komponenten: analytisches, operatives, kommunikatives und kollaboratives CRM.
  • Derzeit gibt es mehr als 300 CRM-Lösungen. Neben Marktführer Salesforce bieten auch SAP, Oracle und HubSpot verbreitete CRM-Systeme an.
  • Cloud-Lösungen werden immer beliebter, weil sie meist geringe Anfangskosten haben und Unternehmen viele Aufgaben abnehmen.
  • Vergleicht man die CRM-Systeme von Salesforce und HubSpot, sieht man, dass Salesforce als Marktführer zwar den breitesten Funktionsumfang anbietet, HubSpot aber durch geringe Einstiegskosten und ein übersichtliches Interface überzeugt.
  • Fazit: Viele Unternehmen verwenden bereits heute CRM-Systeme. Oft haben sie jedoch nur einen geringen Funktionsumfang. Der Bedarf an zeitgemäßen Lösungen ist deswegen nach wie vor hoch.

 

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2. Was ist CRM? Versuch einer Definition

Wörtlich lässt sich Customer Relationship Management mit „Kundenbeziehungsmanagement“ oder freier mit „Kundenpflege“ übersetzen. Man versteht darunter laut Duden die „Gesamtheit der Strategien und Maßnahmen zur Herstellung und Aufrechterhaltung der Kundenbindung“.

CRM ist also ein holistischer Ansatz, um Unternehmensprozesse systematisch an potenziellen und bestehenden Kunden auszurichten. Es dient der profitablen Gestaltung von Kundenbeziehungen und hat damit einen entscheidenden Einfluss auf den Unternehmenserfolg.

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3. CRM strategisch: Die Bedeutung für den Unternehmenserfolg

„CRM ist eine kundenorientierte Unternehmensstrategie, die mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien versucht, auf lange Sicht profitable Kundenbeziehungen durch ganzheitliche und individuelle Marketing-, Vertriebs- und Servicekonzepte aufzubauen und zu festigen“, heißt es in einem Standardwerk von Hajo Hippner und Klaus D. Wilde. Ursprünglich stammt CRM aus dem Vertrieb, spielt heute aber auch in anderen Unternehmensteilen eine Schlüsselrolle. Vor allem da, wo ein Unternehmen direkt mit seinen Kunden in Berührung kommt – zum Beispiel im Marketing und im Kundenservice – ist CRM nicht mehr wegzudenken. Es ist ein zentraler Baustein jeder Unternehmensstrategie, die den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Langfristig wollen Unternehmen dadurch neue Kunden gewinnen, die Zufriedenheit der Bestandskunden steigern und sie ans Unternehmen binden. Der amerikanische Software-Anbieter HubSpot versinnbildlicht die Ausrichtung am Kunden mithilfe eines Schwungrads:

 

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Nötig ist diese Kundenorientierung wegen eines wirtschaftlichen Wandels, der sich vor allem in den gesättigten Märkten der Industrieländer vollzieht: Der Wettbewerbsdruck wächst, Produkte und Services werden immer austauschbarer. Gleichzeitig werden Kunden immer illoyaler und anspruchsvoller. Das Internet bietet ihnen mehr denn je die Möglichkeit, Leistungen und Preise zu vergleichen und Anbieter bequem zu wechseln. Unternehmen fällt es in dieser Situation zunehmend schwerer, Kunden langfristig an ihre Produkte und Services zu binden. Die konsequente Kundenorientierung ist deswegen nicht nur wünschenswert, sondern ein strategisches Muss, weil sie für den Kunden einen Mehrwert schafft, der das Unternehmen von anderen Wettbewerbern abhebt.

 

In dem Maße, in dem es gelingt, auf die Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzugehen, steigt ihre Zufriedenheit und damit die Wahrscheinlichkeit, dass sie einem Unternehmen länger die Treue halten. Die Customer Lifetime Value – eine Kennzahl, die den Wert eines Kunden über die gesamte Kundenlebenszeit misst – erhöht sich. Da es bis zu fünfmal weniger kostet, einen bestehenden Kunden zu halten als einen neuen Kunden zu akquirieren, sinken die Kosten. Zufriedene Kunden sind zudem bereit, höhere Preise zu zahlen, und es können sich Potenziale für Wiederholungs- und Folgekäufe sowie Up- und Cross-Selling ergeben. Zufriedene Kunden dienen als Markenbotschafter und unterstützen durch ihre Mundpropaganda die Bemühungen in Marketing und Vertrieb, neue Kunden zu akquirieren.

 

Damit sich CRM in der Rentabilität eines Unternehmens niederschlägt, ist es wichtig, sich auf Kunden mit hohem Kundenwert zu konzentrieren – sprich: ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten vor allem auf Kunden zu fokussieren, die besonders umsatzträchtig sind. Die Daten, die im CRM-System gesammelt werden, unterstützen das Unternehmen auch dabei.

 

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4. Der Kern jedes CRM-Systems: die Datenbank

Jeden Tag entstehen in einem Unternehmen zahlreiche Daten zu Interaktionen mit Kunden. Jedes Mal, wenn ein Interessent die Website eines Unternehmens besucht, sich ein Außendienstmitarbeiter mit einem potenziellem Kunden trifft oder sich ein Bestandskunde per Telefon über ein Produkt beschwert, entstehen neue Daten, die etwas über den Kunden, seine Beziehung zum Unternehmen und die kundenbezogenen Prozesse des Unternehmens aussagen. Sammelt ein Unternehmen diese Daten, fügen sie sich mit der Zeit zu einem umfassenden Bild, dessen Analyse weitreichende Schlüsse über den Kunden und die Prozesse des eigenen Unternehmens erlaubt.

 

„Grundvoraussetzung für ein Kundenbeziehungsmanagement ist, dass dem Unternehmen genügend Wissen über seine Kunden zur Verfügung steht“, heißt es in der Enzyklopädie für Wirtschaftsinformatik der Universität Potsdam. Der Kern von CRM ist deshalb die Dokumentation und Verwaltung dieser Daten in einem einzigen, potenziell allen Mitarbeitern und Abteilungen zugänglichen System. Zu den relevanten Informationen, die in diesem System gesammelt werden, gehören zum Beispiel die Kontaktdaten eines Kunden, aber auch seine bisherigen Interaktionen mit der eigenen Firma inklusive seiner Kaufshistorie.

 

Durch die Zusammenführung aller Kundenbeziehungsdaten in einem zentralen System können sie nach den Erfordernissen der verschiedenen Abteilungen analysiert und zur besseren Planung, Steuerung und Durchführung der operativen Prozesse genutzt werden. Die zentrale Speicherung erleichtert zudem den Datenaustausch innerhalb des Unternehmens. Neue Daten, die auf der operativen Ebene entstehen, fließen automatisch in die zentrale Dokumentation ein und reichern das Bild des Kunden mit der Zeit immer mehr an.

 

Fehlt dagegen die zentrale Erfassung der Daten, verbleiben sie oftmals bei einzelnen Mitarbeitern oder Abteilungen. Es bilden sich Informationssilos, die den Austausch untereinander hemmen und dazu führen, dass Daten verloren gehen, wenn ein Mitarbeiter sie vergisst, versehentlich löscht oder das Unternehmen verlässt. Die Abstimmung innerhalb des Teams ist mühsamer, die Aufgabenverteilung weniger effizient und die Übergabe zwischen Mitarbeitern zeitaufwändiger. Zuguterletzt erleichtert die Dokumentation auch die Entscheidung, auf welche Kunden sich ein Team konzentrieren und wann und wie ein Kunde angesprochen werden soll.

 

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5. Customer-Relationship-Management in Vertrieb, Marketing und Service

Anhand der verschiedenen Phasen der Customer Journey – wörtlich übersetzt der „Kundenreise“ –   lassen sich die Aufgaben von CRM bestimmen. In der Anbahnungsphase geht es zunächst darum, potenzielle Kunden oder „Leads“ zu identifizieren und ihr Interesse am Unternehmen und seinen Produkten zu wecken (Lead Generation). Anschließend kann CRM Mitarbeiter dabei unterstützen, Interessenten näher ans Unternehmen heranzuführen, ihre Kaufbereitschaft zu steigern (Lead Nurturing) und den geeigneten Zeitpunkt für den Abschluss zu bestimmen (Lead Scoring).

 

Ist der Kauf erfolgt und aus dem Interessenten ein Kunde geworden, kann CRM dabei helfen, die Kundenbeziehung zu vertiefen, die Zufriedenheit des Kunden zu steigern, ihn zu weiteren Käufen zu animieren und den Kunden so lange wie möglich ans Unternehmen zu binden (Customer Retention). Selbst dann, wenn sich der Kunde für ein anderes Produkt entscheidet oder seinen Vertrag kündigt, kann CRM einen Mehrwert für das Unternehmen bieten. So kann es dabei helfen, Kunden wieder zu gewinnen und die Gründe für das Beenden der Geschäftsbeziehung zu identifizieren, um Abwanderungsbewegungen in Zukunft zu vermeiden.

 

Dementsprechend verfolgen Unternehmen mit dem Einsatz von CRM-Software je nach Geschäftsbereich unterschiedliche Ziele. Neben der Gestaltung des Kundenkontakts erleichtert es Führungskräften und Mitarbeitern die Planung, Steuerung und Durchführung von Unternehmensprozesse, die Auswertung der Ergebnisse, die Erstellung von Prognosen und Identifizierung von Schwachpunkten innerhalb der Abteilung.

 

CRM im Vertrieb: Die Dokumentation und Auswertung von Kundendaten hilft, den Kontakt mit potenziellen und bestehenden Kunden zu systematisieren und zu strukturieren. Nützlich ist CRM unter anderem beim Pipeline-Management, der Identifizierung kaufbereiter Kunden, der Terminabsprache und der Vorbereitung von Kundenmeetings.

 

CRM im Marketing: CRM erlaubt es, Zielgruppenanalysen (Personas) zu erstellen und den Return on Invest (ROI) von Marketing-Kampagnen zu erhöhen. Zudem unterstützt es die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb entlang der Customer Journey. Auch die Integration sozialer Medien ist für das Marketing sinnvoll.

 

CRM im Kundenservice: Mithilfe von CRM können Service-Mitarbeiter Kunden die bestmögliche Unterstützung bieten. Es hilft Mitarbeitern bei der systematischen Bearbeitung von Beschwerden. Im Idealfall bieten sich aber auch Cross- und Upselling-Potenziale, die gegenwärtig in vielen Service-Abteilungen nicht ausgeschöpft werden.

 

Auch in anderen Bereichen können CRM-Daten dazu genutzt werden, Unternehmensprozesse zu optimieren. So kann zum Beispiel die Produktentwicklung von der Analyse des Kundenfeedbacks profitieren. Im Personalmanagement wird die Einarbeitung neuer Mitarbeiter vereinfacht. Beim Ressourcenmanagement können Bedarfsprognosen auf der Grundlage von CRM-Daten von Nutzen sein.

 

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6. Komponenten moderner CRM-Systeme – eine Übersicht

Um CRM-Prozesse zu gliedern, unterscheidet man üblicherweise vier verschiedene Teilbereiche.

 

Das analytische CRM umfasst die Dokumentation und Analyse von Kundendaten mit dem Ziel, Unternehmensprozesse kundenorientiert zu planen, zu steuern und durchzuführen. Je nach Abteilung kann die Bereitstellung und Analyse dieser Informationen nach unterschiedlichen Erfordernissen und Zielen erfolgen – zum Beispiel im Marketing zur Zielgruppenanalyse oder im Vertrieb zur Identifizierung besonders profitabler Kunden.

 

Das operative CRM zielt darauf ab, den Dialog mit Interessenten und Kunden erfolgreich zu führen. Sich wiederholende Standardaufgaben können automatisiert werden. Dabei nutzen die operativen Geschäftsbereiche die Erkenntnisse des analytischen CRM. Umgekehrt fließen die Daten des operativen CRM wieder ins analytische CRM ein.

 

Das kommunikative CRM ist ein Teilbereich des operativen CRMs und umfasst die Lenkung der Kommunikationskanäle zwischen Kunde und Unternehmen wie Telefon, Email, soziale Medien oder die Firmenwebsite. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Multi-Channel Management.

 

Das kollaborative CRM betrifft die kundenzentrierte Zusammenarbeit von Mitarbeitern, Teams und Geschäftsbereichen, aber auch Partnern und Zulieferern entlang der Wertschöpfungskette. Es erleichtert also die interne Abstimmung von Prozessen.

 

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„Wir brauchen ein leistungsfähiges CRM“

HubSpot bildet die Grundlage für effiziente Marketing Automation und hat sich in den letzten Jahren zum führenden System für Inbound Marketing und Leadgenerierung entwickelt. Mit dem HubSpot CRM haben Sie ein kostenloses Tool, in dem Sie alle Ihre Kontaktdaten an einem Ort verwalten können. Sämtliche Kundeninteraktionen aus allen Kanälen – Telefon, Chat, E-Mail, Social Media – werden in HubSpot getrackt und gespeichert. Als HubSpot Platinum Agentur helfen wir Ihnen dabei, das volle Potenzial von HubSpot in Ihrem Unternehmen zu entfalten. Erfahren Sie, wie wir Sie unterstützen können und sichern Sie sich jetzt eine kostenlose Beratung.

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7. Customer-Relationship-Management-Software

Aufgrund der großen Datenmengen ist die systematische Ausrichtung auf Kundenbeziehungen in vielen Unternehmen nur mithilfe eines Customer-Relationship-Management-Systems möglich. Erst der Einsatz eines CRM-Programms erlaubt die automatische Synchronisation der Daten, die Einbindung und Koordinierung aller Kontaktkanäle und die Unterstützung aller kundenrelevanten operativen Prozesse inklusive der Automatisierung von Standardaufgaben. Die Integration mit anderen Business-Anwendungen vereinfacht den täglichen Umgang mit dem CRM-System und stellt sicher, dass keine Informationssilos entstehen. Zudem muss ein CRM-System rechtliche Vorgaben zur Datenspeicherung wie die Datenschutzgrundverordnung (DGSVO) berücksichtigen. 

 

Die Werkzeuge und Funktionen, die in eine CRM-Software integriert sind, variieren von Anbieter zu Anbieter. Trotzdem lassen sich einige Kernanforderungen identifizieren:

 

  • gemeinsame Nutzung von Daten und Inhalten
  • Kontaktinformationen
  • automatische Speicherung der Kundenhistorie inklusive der Einkäufe, der Service-Gespräche, der erstellten Angebote etc.
  • Reporting- und Analyse-Tools zur Identifikation kaufbereiter Kunden, Einschätzung der Team-Performance, Zielgruppenanalyse etc.
  • Lead- und Pipeline-Management entlang der Customer Journey
  • Aufgabenverwaltung und Kalenderfunktionen
  • Multi-Channel-Kontaktfunktionen inklusive Email, Telefon, sozialer Medien etc.
  • Integration geschäftskritischer Anwendungen wie Outlook, Gmail, MS Office etc.
  • Social-Media-Integration

 

Die Wahl der richtigen CRM-Software ist für ein Unternehmen eine wichtige Entscheidung, die die  erfolgreiche Umsetzung seiner Geschäftsstrategie maßgeblich beeinflusst. Laut der Software-Bewertungs-Website G2 Crowd haben Unternehmen hier die Qual der Wahl. Mehr als 300 Anbieter buhlen derzeit mit unterschiedlichen Lösungen um Kunden: von der kostenlosen Open-Source-Software für kleine Unternehmen bis zur Enterprise-Lösung für Großunternehmen mit umfangreichem Funktionsumfang; von der Desktop-Anwendung über Server-Lösungen bis zur Cloud-Plattform mit Mietsoftware im Abo-Modell. Der bekannteste Anbieter mit dem mit Abstand größten Marktanteil weltweit ist das amerikanische Unternehmen Salesforce. Aber auch SAP, Oracle, Microsoft und Adobe bieten weit verbreitete CRM-Lösungen an.

Hierzu gibt es eine interaktive Grafik von G2 Crowd.

In den vergangenen Jahren erfreuen sich vor allem Cloud-Lösungen steigender Beliebtheit. Im Gegensatz zu Software-Lösungen, die auf unternehmenseigenen Servern installiert sind, hat diese Art der Bereitstellung verschiedene Vorteile:

 

  • Anfangskosten: Während ein Server-System samt Hardware erst einmal angeschafft und aufgesetzt werden muss, fällt bei Cloud-Plattformen meist nur eine monatliche Abogebühr an
  • Sicherheit und Systemaktualisierungen: Unternehmen mit Server-Lösungen sind selbst für Sicherheit und Wartung verantwortlich – bei Cloud-Software übernimmt diese Aufgabe der Anbieter
  • Integration neuer Funktionen: bei Cloud-Systemen kann der Zugang zu neuen Features leicht hinzugebucht werden – bei Server-Anwendungen kann der Aufwand je nach Funktion und Anbieter wesentlich größer sein
  • mobiler Zugriff auf Reisen und im Home Office: dieser versteht sich bei Cloud-Anbietern von selbst – und bedarf bei Server-basierten Systemen der adäquaten technischen Umsetzung

 

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8. Zwei CRM-Systeme im Vergleich: Salesforce und HubSpot

Um die Entscheidung für die richtige CRM-Software anhand von zwei Beispielen durchzuspielen, wollen wir an dieser Stelle das CRM-System des Marktführers Salesforce und die Lösung von HubSpot miteinander vergleichen. Das amerikanische Software-Unternehmen brachte 2014 eine eigene CRM-Software auf den Markt, die sich seitdem wachsender Beliebtheit erfreut. Bei beiden Systemen handelt es sich um Cloud-Systeme. Im Folgenden wollen wir sie in einigen zentralen Punkten gegenüberstellen:

 

Preis: Das CRM-Modul von HubSpot ist in der Einsteigerversion kostenlos und lässt sich mit den HubSpot-Plattformen für Marketing, Vertrieb und Kundenservice kombinieren, bei denen HubSpot ebenfalls ein Gratis-Paket anbietet. Wer einen größeren Funktionsumfang benötigt, kann zwischen drei kostenpflichtigen Paketen (Starter, Professional, Enterprise) für jeden der drei Geschäftsbereiche wählen. Salesforce-Kunden können sich für CRM-Lösungen für Vertrieb, Service und Marketing entscheiden – mit dem Unterschied, dass auch schon bei der Einsteigerversion („Essentials“ genannt) eine monatliche Grundgebühr anfällt.

 

Interface: Laut der Website „Marketing Automation Insider“ wird die Benutzeroberfläche von HubSpot als übersichtlich und leicht verständlich wahrgenommen, während die Benutzeroberfläche von Salesforce als überladen und schwer navigierbar empfunden wird.

 

Funktionsumfang: Salesforce wurde 1999 gegründet und hat seitdem kontinuierlich neue Tools entwickelt. Im Vergleich dazu ist der Funktionsumfang von HubSpots CRM-System zwar etwas beschränkter, bleibt aber nichtsdestotrotz umfangreich. Zudem bietet HubSpot auch Funktionen an, die bei Salesforce in dieser Kompaktheit nicht zu finden sind. Dazu zählt zum Beispiel die Möglichkeit, Email-Sequenzen festzulegen – also eine vorbestimmte, zeitlich gestaffelte Abfolge unterschiedlicher Emails, die automatisch versendet werden, ohne dass sich Mitarbeiter darum kümmern müssen.

 

Reporting: Salesforce bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten an, die bestehenden Daten unter bestimmten Gesichtspunkten zu analysieren. HubSpot hat diese Breite an Funktionen in der kostenlosen Version nicht, allerdings ist es möglich, ein „Berichte-Dashboard“ als Add-On hinzuzubuchen, das einen vergleichbaren Funktionsumfang bietet.

 

Integration der Apps von Drittanbietern: Die „App Exchange“-Plattform von Salesforce erlaubt es Kunden, Tausende von Apps und Lösungen in ihr CRM-System zu integrieren. So viele Integrationsmöglichkeiten bietet HubSpot (noch) nicht, doch wird das Angebot ständig erweitert. So kam vor kurzem zum Beispiel die Integration des populären Instant-Messaging-Dienst Slack auf den Markt. Mit dem Open API können Unternehmen Integrationen aber auch selbst programmieren.

 

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9. Fazit und Trends

CRM-Systeme sind bei deutschen Unternehmen mittlerweile weit verbreitet. Laut der „CRM-Studie 2018“ der Unternehmensberatung MUUUH! Consulting verfügen 85 Prozent der befragten Unternehmen über eine CRM-Lösung. Allerdings verfügen viele dieser CRM-Systeme oftmals nur über einen sehr geringen Funktionsumfang. So geben nur 40 Prozent der Studienteilnehmer an, dass ihre CRM-Software die Kundentakthistorie vollständig abbilde. Nur 25 Prozent der Befragten erfassen das Kundenfeedback im CRM-System. Und nur 10 Prozent können die Customer Journey eines Kunden vollständig im CRM-System erfassen.

 

Besonders bei Unternehmen mit einem hohen Anteil an B2B-Kunden mit langfristigen Geschäftsbeziehungen lohnt sich der Einsatz eines modernen CRM-Programms. Nachholbedarf besteht vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen. Zudem wird erwartet, dass viele Unternehmen aufgrund der oben beschriebenen Vorteile in Zukunft auf Cloud-Lösungen umsteigen.

 

Zum Abschluss seien einige Trends und Entwicklungen vorgestellt, die den CRM-Software-Markt voraussichtlich in den kommenden Jahren prägen werden:

 

Social CRM: In dem Maße, in dem soziale Medien wie Twitter, Facebook und Instagram weiter wachsen, werden CRM-Systeme die Kommunikation in diesen Medien in ihre Plattform integrieren. Einige CRM-Lösungen tun das bereits heute. Soziale Medien eignen sich insbesondere für Marketingskampagnen und für den Kundenservice.

 

Extended Relationship Management (xRM): Beziehungsmanagement muss sich nicht nur auf Kunden beschränken, sondern kann auch andere relevante Stakeholder miteinbeziehen. Dazu zählen zum Beispiel Zulieferer oder Partnerunternehmen. Eventuell kann es dazu notwendig sein, Daten zu erfassen, die anders als Kundendaten strukturiert sind – zum Beispiel Projekt- oder Maschinendaten.

 

Mobile CRM: Der Anteil mobiler Internetnutzer steigt auf der ganzen Welt kontinuierlich an. CRM-Systeme werden deswegen zunehmend die Erfordernisse mobiler Endgeräte berücksichtigen müssen – sei es bei der Benutzeroberfläche oder bei Funktionen und Werkzeugen. So bieten sich zum Beispiel bei der Terminbuchung und -vorbereitung neue Möglichkeiten, Außendienstmitarbeiter bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Cloud-Software eignet sich von Haus aus für den mobilen Zugriff.

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Achim B.C. Karpf

 

Achim B.C. Karpf

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