Personal Branding ›› Die Marke "Ich" [+Strategie & Tipps]

Von Jana Behr | 24.01.2017
 

SEO-Tipp Personal BrandingBei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht es darum, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Dabei gibt es eine Menge Stellschrauben, an denen Sie drehen können. Neben den allgemein genutzten Techniken, zum Beispiel technischem Onsite-SEO oder organischem Inbound-Marketing, gibt es auch spannende Nischenansätze. Unser ultimativer SEO-Tipp: Personal Branding.

Suchmaschinenoptimierung ist eine Wissenschaft für sich. Ständig verändern Google & Co. ihre Algorithmen. Es gibt daher kaum einen Bereich im Onlinemarketing, bei dem man so am Ball bleiben muss. So kommt es zum Beispiel im Jahr 2017 immer weniger auf die Länge eines Artikels, sondern auf seine Dichte an! Eine wichtige Frage wird dieses Jahr also die sein: Wie stellen Sie so viel Information wie möglich auf kleinstmöglichem Raum zur Verfügung? Formate, die diesen Ansatz perfekt bedienen, sind Videos, Infografiken oder auch Bilder-Karusselle. Und auch die User Experience, die schon immer eine wichtige Rolle für das Google-Ranking gespielt hat, wird einer der entscheidenden SEO Trends für das kommende Jahr werden ­– Stichwort „AMPs“ (Accelerated Mobile Pages) für schneller ladende mobile Webseiten.

Geheimwaffe: SEO-Tipp Personal Branding

Aber unser absoluter SEO-Geheimtipp ist Personal Branding: Personenbezogene Markenbildung ist bei uns in Deutschland zwar im Gegensatz zu den USA bislang kaum üblich, vor allem nicht als SEO-Instrument. Allerdings verbirgt sich hinter dem so genannten „Personal Branding“ unserer Meinung nach besonders großes SEO-Potenzial. Vor allem deshalb, weil schneller Vertrauen aufgebaut wird, und insgesamt mehr Traffic erzeigt wird, wenn mehrere Mitarbeiter gleichzeitig posten. Insbesondere deshalb wird diese Strategie immer interessanter, weil Facebook und andere Social-Media-Plattformen ihre Algorithmen weiter verfeinern, um individuelle Beiträge gegenüber Markenpostings zu begünstigen.

Was ist Personal Branding genau?

Im Prinzip ist personenbezogenes Marketing eine Strategie wie jede andere, aber statt eines Produkts oder Unternehmens steht eine Person im Mittelpunkt. Viele Unternehmen betreiben zum Beispiel schon zusätzliche Kommunikation für ihren CEO oder Geschäftsführer. Beim Personal-Branding-Ansatz geht es aber um mehr: Zum einen können interne Experten zur Marke gemacht werden, aber es eignen sich auch viele andere Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen dafür. 

SEO-Vorteile des Personal Brandings:

1. Das Potenzial einzelner (Experten-)Autoren

Ihr Content zieht mehr Interessierte an, wenn ein bestimmter Autor postet und nicht das Unternehmen. Sie können mit mehreren Personenmarken unterschiedliche Segmente bedienen. Dies gibt Unternehmen die Möglichkeit, sich als Nischenexperten zu etablieren, ohne den Bezug zur zentralen Marke aufzugeben. Bonus: Individuelle Autoren werden auch extern von Verlagen als Experten öfter angefragt als Unternehmen, was bezüglich der SEO-Effekte ihrer Beiträge wiederum zu mehr Backlinks für die Unternehmensseite führt.

2. Optimales Erreichen auch von Nischen-Zielgruppen

Sie können mit gebrandeten Experten Ihre Zielgruppen segmentieren und erreichen sie mit noch besser auf sie zugeschnittenen Inhalten, was zu mehr Traffic führt. Denn je mehr Personenmarken Sie aufbauen, desto größer wird die Community insgesamt.

3. Mehr User-Vertrauen

Moderne Konsumenten trauen Unternehmen immer weniger. Auch mit noch so gut gebrandeten Unternehmen können sie sich nicht so persönlich identifizieren, wie sie es mit einem anderen Menschen können. Hinter persönlichen Marken stecken echte Menschen mit einzigartigen Eigenschaften. Je ehrlicher diese sind, desto mehr Vertrauen wird geschaffen – und das führt letztlich zu besseren Kundenbeziehungen und mehr Verkäufen.

4. Einfacher Start

Personal Branding kann sehr leicht umgesetzt werden. Alles, was es braucht, sind authentische Personen, die regelmäßig posten und sich, insbesondere mit neuen Usern, regelmäßig austauschen. Einige Stunden pro Woche reichen dafür und der ROI ist aufgrund des geringen Invests höher als bei vielen anderen SEO-Strategien.

5. Auch die Mitarbeiter gewinnen

Neben den vielen positiven Auswirkungen der personenbezogenen Markenbildung für Unternehmen haben natürlich auch die Mitarbeiter etwas davon. Je mehr die persönliche Marke ausgebaut wird, desto mehr wächst der Expertenstatus der jeweiligen Mitarbeiter. Das kann auf vielen Ebenen positive Effekte für deren eigene Karriere haben.

Fazit

Natürlich ist es nicht leicht, vorherzusagen, wie sich Google und auch die anderen Suchmaschinen im nächsten Jahr exakt weiterentwickeln werden. Aber die vorgestellten SEO-Tipps, insbesondere das Personal Branding, werden unserer Meinung eine entscheidende Rolle spielen. Klar ist aber auch, dass Sie jetzt nicht in Panik ausbrechen und Ihre aktuelle SEO-Strategie sofort über den Haufen werfen müssen. Das Allerwichtigste ist, dass Sie immer die Augen nach SEO-Trends aufhalten. Mit einem steten Blick in die SEO-„Kristallkugel“ haben Sie auf jeden Fall die Nase vorn!

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Headerbild: Fotolia / Marco2811

Whitepaper Content Produktion

Themen: SEO, Personal Branding, Onlinekommunikation

Autor: Jana Behr

Jana Behr ist PR- und Social-Media-Beraterin, Journalistin und Bloggerin auf heldindesalltags.com. Inhaltliche Schwerpunkte sind Content Marketing, Social Media, Digitalisierung und IT. Sie schreibt unter anderem für den Heise Verlag und ist feste Autorin beim Host Europe Blogs.

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