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Nach dem HubSpot Onboarding zu langfristigem Unternehmenswachstum

Von Oliver Ridder | 28.10.2021
 

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Als eine Plattform für Marketingautomatisierung hat HubSpot bereits zahlreichen Unternehmen dabei geholfen, ihre Marketingprozesse zu optimieren. Doch wie jedes andere Werkzeug, ist auch HubSpot nur bei richtiger Anwendungsweise sinnvoll und effektiv. Eine besondere Herausforderung für viele Unternehmen ist in diesem Zusammenhang insbesondere der Bereich des Onboardings, genauer die unmittelbare Zeit danach. Zwar wissen Sie jetzt wie HubSpot funktioniert, doch um einen wirklichen Nutzen aus der Plattform zu ziehen, benötigen Sie zusätzlich die passende Strategie. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie hier am geschicktesten Vorgehen können, damit Ihr Unternehmen nachhaltig von HubSpot profitieren kann.

 

Haben Sie keine unrealistischen Erwartungen

Zunächst ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass HubSpot nicht sofort alle Probleme auf einmal lösen kann. Einige Unternehmen führen die Plattform mit der Erwartung ein, dass sie auf der Stelle bis dahin verborgene Geschäftsmöglichkeiten entdecken werden und sich Leads und Kunden dabei wie von selbst organisieren. Natürlich kann diese Einstellung nur zu Enttäuschung führen. Damit Sie hingegen tatsächlich von HubSpots Vorteilen profitieren können, benötigen Sie eine Strategie, nach der Sie Ihr Handeln ausrichten. Nur so erreichen Sie ein langfristiges Unternehmenswachstum. HubSpot kann Ihnen dann bei der Umsetzung dieser Strategie und der anschließenden Bewertung ihrer Wirksamkeit helfen, repräsentiert allerdings nicht diese Strategie selbst.

 

Wie Sie eine Strategie aufstellen

Eine digitale Marketingstrategie ist ein vielschichtiger, komplexer Plan, der die Erstellung von Inhalten, Traffic-Analysen, Lead Nurturing, E-Mail-Kampagnen, Website-Design und vieles mehr umfasst. Zwar kann HubSpot Sie bei all dem unterstützen, doch die anstoßende Idee muss von Ihnen kommen. Ähnlich wie ein Schraubenzieher, der ohne Schraube und passendes Loch wenig hilfreich erscheint, kann auch HubSpot nur mit der entsprechenden Vorarbeit seinen vollen Nutzen entfalten.

HubSpot lässt Sie auch hier nicht völlig allein. Das HubSpot Projects Tool bietet Ihnen einen Überblick über verschiedene Erfolgsrezepte, die bereits von anderen Marketern erprobt wurden und die Sie als Vorlage verwenden können. Eine solche Vorlage gibt Ihnen eine erste Orientierung dafür, welche Aufgaben wem im Team zugewiesen und welche Schritte eingeleitet werden sollten, um Ihr Ziel und auf lange Sicht ein echtes Unternehmenswachstum zu erreichen. Dieses Ziel kann zum Beispiel darin bestehen, den Traffic auf Ihrer Webseite zu erhöhen oder mehr qualifizierte Leads zu generieren.

 

1. Die Zielgruppe definieren

Die erste Frage, die sich anschließend jedes Unternehmen stellen sollte, ist die nach der grundsätzlichen Zielgruppe. Welche Bedürfnisse oder Probleme lassen sich mit Ihrem Angebot erfüllen oder lösen?

Bei der Beschreibung Ihrer optimalen Zielgruppe empfiehlt es sich unterschiedliche Faktoren miteinzubeziehen. Dazu gehören neben den üblichen soziodemographischen Merkmalen wie Alter und Geschlecht auch andere Faktoren wie Interessen, Lebensauffassungen, Gewohnheiten und Lebensweisen. Auf diese Weise erstellen Sie ein fiktives Zielgruppenbild, das im Marketing „Persona“ genannt wird und Ihnen dabei hilft, Ihre Zielgruppe noch besser zu verstehen.

Des Weiteren sollten Sie sich im Klaren darüber sein, ob Sie private Kunden (B2C) ansprechen möchten oder Ihre Zielgruppe aus Unternehmen (B2B) besteht. Diese Unterteilung ist deshalb wichtig, da das Kaufverhalten und die Kaufmotivation stark variieren. Während ein privater Kunde in der Regel selbst entscheidet, ob er einen Kauf tätigen will, steht hinter einem Unternehmen oft ein ganzes Team, das Sie von Ihrem Angebot überzeugen müssen. Der Entscheidungsprozess, das Volumen, die Kaufmotivation sowie die Beratungsintensität und viele weitere Aspekte fallen hier sehr unterschiedlich aus, je nachdem, ob es sich um ein B2C- oder ein B2B-Geschäftsmodell handelt. Die Anzahl der möglichen Kunden im B2B Bereich ist zudem wesentlich geringer als es bei Privatkunden.

 

Kurz gesagt: Ein auf B2B ausgerichtetes Geschäftsmodell verlangt ein anderes Vorgehen als ein B2C-Modell, weshalb Sie sich auf einen der beiden Bereiche festlegen sollten.

 

2. Das Marketing-Ziel festlegen

Bevor Sie aber überhaupt an die Aufstellung einer Strategie denken, muss Ihr Ziel klar definiert sein. Stellen Sie sich Ihre Strategie wie einen eingezeichneten Weg auf einer Landkarte vor. Ohne ein festes Ziel wird dieser Weg ins Nichts führen. Das Marketing-Ziel kann sich dabei an den allgemeinen Unternehmenszielen orientieren und sollte sowohl eine quantitative Ebene wie zum Beispiel

  • X neue Kunden sollen innerhalb von X Monaten gewonnen werden

als auch eine qualitative Ebene beinhalten. Die qualitative Ebene kann sich beispielsweise auf die Kundenzufriedenheit beziehen:

  • Die Kundenzufriedenheit soll um X gesteigert werden

 

3. Die Positionierung festlegen

Sind die Ziele festgelegt, folgt nun die Frage, wie Sie Ihr Unternehmen positionieren möchten. Dabei sind vor allem diese drei Aspekte relevant:

Ihre Zielgruppe: Wen möchten Sie mit Ihrer Marketingstrategie erreichen? Für wen ist Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung gedacht?

Ihre Unternehmensziele: Wie viele Kunden müssen Sie gewinnen, um die gewünschte Anzahl an Produkten verkaufen zu können?

Der Wettbewerb: Wie viele direkte Konkurrenten haben Sie? Ist auf dem Markt noch Platz für Ihr Unternehmen? Oder ist das Potenzial schon ausgeschöpft?

Haben Sie über die Positionierung Ihres Unternehmens entschieden, so sollten Sie diese konsequent verfolgen. Gleiches gilt für die Marketingstrategie, die Sie mithilfe des folgenden Schrittes aufstellen.

 

4. Analysieren

Umfeldanalyse: Jedes Unternehmen wird von äußeren Faktoren wie den Wettbewerb und Trends beeinflusst. Wo steht Ihr Unternehmen im Vergleich zu den Mitbewerbern? Wie können Sie besser sein als Ihre Konkurrenten? Der Zweck der Umfeldanalyse besteht darin, diese Fragen zu beantworten und aufzuzeigen, wie sich der Einfluss der Faktoren zukünftig entwickeln wird.

Unternehmensanalyse: Wo steht Ihr Unternehmen? Was sind die Stärken und Schwächen? Die Basis der Analyse bilden Zahlen und Fakten. Sie sollten dazu in der Lage sein, jede Behauptung zu belegen, um so das Unternehmen in der Analyse realistisch abbilden zu können.

SWOT-Analyse: In diesem Schritt werden die Ergebnisse aus den vorausgegangenen Punkten zusammengeführt. Die Abkürzung SWOT steht für strengths (Stärken), weaknesses (Schwächen), opportunities (Chancen) und threats (Risiken). Die Methodik wurde bereits in den 60er Jahren entwickelt, hat allerdings bis heute nichts an ihrer Aussagekraft verloren.

 

Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken bilden jeweils ein eigenes Feld, in das die Ergebnisse eingetragen werden. Aus der Umfeldanalyse kennen Sie die Chancen und Risiken, während Ihnen die Unternehmensanalyse die Stärken und Schwächen aufgezeigt hat. Darüber hinaus kann Ihnen die Beantwortung folgender Leitfragen helfen:

 

  • Stärken: Was macht Ihr Unternehmen einzigartig vor allem im Vergleich zur Konkurrenz? Können Sie zum Beispiel auf hochwertige kostengünstige Ressourcen zugreifen, die Ihrer Konkurrenz nicht zur Verfügung stehen?
  • Schwächen: Gibt es technologische Einschränkungen? Welche internen Prozesse müssen verbessert werden? Hören Sie hier auch auf Ihre Kunden. Haben diese konkrete Verbesserungsvorschläge beispielsweise bezogen auf Ihren Service?
  • Chancen: Gibt es Branchen, die verstärkt nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung suchen? Sind neue Trends aufgetaucht, von denen Ihr Unternehmen profitieren könnte? Erfüllt Ihr Angebot ein bisher noch nicht gedecktes Konsumentenbedürfnis?
  • Risiken: Gibt es einen neuen starken Konkurrenten auf dem Markt? Droht der Technologiefortschritt Ihr Produkt als veraltet dastehen zu lassen? Gefährden neue Marktregelungen Ihre Position als Unternehmen?

 

Wenn Sie die Analyse sorgfältig durchführen und sich dabei auch den schwachen Seiten Ihres Unternehmens ehrlich zuwenden, wird sie ein wichtiger Teil Ihres strategischen Planungsprozesses sein. Mithilfe der Ergebnisse lassen sich finanzielle sowie operative Ziele für das kommende Jahr festlegen und Kampagnen zur Erreichung dieser Ziele erstellen.

 

5. Festlegung der Marketinginstrumente

Als Marketinginstrumente werden die Maßnahmen bezeichnet, die für das Erreichen der Ziele notwendig sind. Welche Maßnahmen das sind, entscheidet neben Ihrer Zielgruppe auch Ihre Strategie sowie Ihr Produkt. Verkaufen Sie zum Beispiel ein besonders umweltfreundliches Waschmittel werden andere Marketinginstrumente relevant sein, als wenn Sie Versicherungen anbieten.

Für die Auswahl der richtigen Marketinginstrumente ist vor allem die Frage wichtig, welche Faktoren für die Kaufentscheidung der Zielgruppe von Bedeutung sind. Ist es zum Beispiel hauptsächlich ein bestimmtes Lebensgefühl, das mit dem Produkt in Verbindung gebracht wird, so müssen jegliche Marketinginstrumente sowie die Strategie daran angepasst werden.

 

Planen Sie vorausschauend

Echtes Unternehmenswachstum ist langfristig angelegt. Sie werden sehr wahrscheinlich in den ersten Wochen nach der Einführung von HubSpot noch keine wirklichen Veränderungen bemerken. Dies hat den Grund, dass die Prozesse und Strategien, die sie mithilfe von HubSpot entwickeln, auf ein nachhaltiges und langfristiges Wachstum ausgelegt sind. Ihr Erfolg wird somit nicht zur Eintagsfliege.

Bevor HubSpot Ihrem Unternehmen jedoch effektiv helfen kann, muss es in die Prozesse und Aufgaben Ihres Teams integriert werden. Viele Benutzer stellt bereits diese Aufgabe vor Herausforderungen. Berücksichtigen Sie also in Ihrer Planung die Einarbeitungszeit, die benötigt wird, um HubSpot vollumfänglich nutzen zu können.

Sind Sie mit dem Umgang der Marketingautomatisierungsplattform vertraut, ermöglicht es HubSpot Ihnen, bereits vorhandene Marketingstrategien und -verfahren genau unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls zu verbessern.

So erkennen Sie früh, wo es in Ihrer Marketingstrategie hakt. Generieren Sie beispielsweise nicht genügend Leads, dann könnte mehr Content in Form eines neuen Blogs oder Newsletters die Lösung sein. Oder haben Sie eher ein Problem damit, dass sich nicht genügend Leads qualifizieren? Dann liegt die Ursache wahrscheinlich in Ihrer Lead-Konvertierungsstrategie. Je mehr Sie sich mit HubSpot auskennen, desto einfacher und schneller werden Sie zu jedem Problem eine Lösung finden.

 

Fazit

HubSpot ist unter anderem wegen seiner Einsteigerfreundlichkeit und der hohen Funktionalität bei kleineren und mittleren Unternehmen beliebt, die ihr digitales Marketing verbessern möchten. Doch viele Unternehmen fühlen sich nach dem Onboarding unsicher und erwarten mehr von der Software als sie leisten kann. Mangelnde Erfahrung führt dazu, dass nicht vollumfänglich von der Marketingautomatisierungsplattform profitiert werden kann und mangelnde Einarbeitung führt zu Frust und Stagnation. Wir unterstützen Sie nach der Einführung von HubSpot in Ihr Unternehmen tatkräftig und begleiten Sie bei Ihren nächsten Schritten. Dazu können Sie entweder direkt bei uns einen HubSpot Workshop buchen oder Sie kontaktieren uns direkt für ein individuelles Angebot. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

 

HubSpot Workshop

 

Themen: Inbound Marketing, HubSpot, onboarding

Autor: Oliver Ridder

Oli ist im NetPress-Team der Mann für SEO, SEA und Conversion Optimierung. Der Fan des ruhmreichen SC Preußen Münster ist in unserer Berliner Dependance stationiert und hat einen Master-Abschluss in Business Management.

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